Power Napping im Büro

Schnelles Aufladen verbrauchter Energie oder überbewerteter Nonsens?

Power Napping im Büro

Power Napping: So neu ist das eigentlich gar nicht. Der Begriff vielleicht ja, seitdem ein Suchmaschinen-Riese aus dem Silicon Valley mit Bildern von großen Schlafkugelsesseln rumposaunt hat, dass seine Mitarbeiter hin und wieder mal einnicken dürfen, weil das die Leistungsfähigkeit fördern würde.

Bei uns hieß es schon immer Tagschlaf oder auch Tagschlafepisode und bezeichnet einen Kurzschlaf außerhalb der nächtlichen Hauptschlafphase. Am bekanntesten von alledem ist der Mittagsschlaf. Gut, denkt man an Mittagsschlaf, so denkt man auch automatisch an Kindergarten oder Seniorenheim und nicht an ein Büro oder eine Firma. Aber denken wir es einmal weiter.

Was bringt das kurze Nickerchen: Um das Großhirn zu regenerieren und Schlaftrunkenheit zu vermeiden, sollte der Kurzschlaf vor Eintritt in den Tiefschlaf enden. Viele kennen mittlerweile schon den Trick mit dem Schlüsselbund in der Hand, der einen beim Runterfallen kurz vor dem tiefen Schlafen wieder zurück in die (Arbeits-)realität holt. Schlafforscher meinen, dass sich sich durch einen kurzen Tagschlaf die Konzentrations-, Leistungs- und Reaktionsfähigkeit erhöht.

In verschiedenen Kulturen werden kurze regenerative Pausen wie die spanische und lateinamerikanische Siesta gepflegt. In Japan schläft man sogar in der Öffentlichkeit.

Das Nickerchen in der Öffentlichkeit wird in Japan als Inemuri bezeichnet. In Japan ist es schon lange üblich, in der U-Bahn, auf der Parkbank, am Arbeitsplatz oder sogar in Konferenzen kurz ein Nickerchen zu machen. Als Kraftnickerchen, Energieschlaf, catnap, Nickerchen, power nap oder Superschlaf bzw. power napping bezeichnet, hat diese Gewohnheit inzwischen ihren Weg auch in manches deutsche Unternehmen gefunden. Um vom täglichen Stress abschalten zu können, bieten fernöstliche und US-amerikanische Firmen eigene Ruheräume an. Durch die kurze Schlafphase sollen Mitarbeiter neue Energie tanken. Auch in Deutschland stellen manche Unternehmen ihren Mitarbeitern entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung.

Es sollte aber vermieden werden, mehr als 20 bis 30 Minuten zu schlafen, da nach dieser Zeit man in die tiefere Schlafphase fällt, was die Leistungsfähigkeit zwar kurzfristig steigert, aber auch schnell wieder abfallen lässt.

Ein paar Minuten Schlaf zu Mittag steigern aber nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern senken auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Einer griechischen Studie mit 23.500 Probanden zufolge senkt der Mittagsschlaf das Herzinfarktrisiko um 37 Prozent.

Quelle: Wikipedia

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