Videoconferencing: Profiteur der Pandemie

per Videokonferenz kann man sich wenigstens digital Face 2 Face gegenüberstehen

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Die aktuelle Lage durch die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen die Karten neu gemüscht und die Würfel sind neu gefallen. Nutznießer ist klar das Internet, irgendwie logisch. Dadurch dass viele Geschäfte geschlossen waren oder sind, haben Viele sich die Waren im Internet besorgt

Auch durch Wegfall der Messen und Ausstellungen, ist die Marken-, Firmen- und Produktpräsentation klar ins Web abgewandert. Ein weiterer Nutznießer der Pandemie ist klar das Videoconferencing.

Alle, egal ob Schüler und Lehrer, Kunde und Anbieter, oder, oder, oder stehen sich seit der Kontaktbeschränkungen per Videoconferencing gegenüber. Wahrscheinlich brauchte es erst so eine Situation, dass es in der Welt des virtuellen Gegenüberstehens Zoom… ähhhhh Boom gemacht hat.

Videotelefonie und Videokonferenz gibt es schon lange. Vor über 20 Jahren versuchte die Telekom bereits Videotelefone zu verkaufen; da damals DSL und große Bandbreiten noch Fehlanzeige war, musste man zwei ISDN-Leitungen bündeln und hatte trotzdem wackelige, hakelige Bilder. Irgendwie war das nichts Halbes und nichts Ganzes.

Skype war da schon eine andere Nummer, funktionierte aber auch erst als zumindest DSL mit 768 Mbit/s zur Verfügung stand. Mit mehr und mehr Bandbreite stieg die Qualität, allerdings brauchte man ja zumindest einen PC mit Webcam und das Gegenüber ebenfalls. Und Internetanschluss sowieso. Und wenn man mal zurückdenkt: Ende der 90er hatte noch nicht jeder einen Breitbandanschluss zur Verfügung, geschweige denn einen PC zu hause. Laptop ebenfalls. Und Laptop mit heute obligatorischer Webcam über dem Display: Fehlanzeige. Wenn es überhaupt genutzt wurde, dann in Internet-Cafés, die entsprechend ausgestattet waren.

Und wer nutzte es denn: Menschen fern der Heimat und der Liebsten, um sich zu sehen, was aufgrund der Entfernung Face 2 Face nicht möglich war. Damals wie heute: Es brauchte irgendwo den Grund sich nicht persönlich gegenüberzustehen, damit die Leute zum Videoconferencing griffen.

Später gab es (bzw gibt es immer noch) FaceTime von Apple oder auch das Videoelefonieren per Whatsapp oder Facebook Messenger. Hier war oder ist der Vorteil, dass man sein Smartphone immer dabei hat. Und das Gegenüber verfügt meist auch über das gleiche Gerät. Aber auchhier wieder: Es brauchte den Umstand sich nicht selber sehen zu können. Papis, die dem Sohnemann oder der Tochter den Gute-Nacht-Kuss per Videotelefonie schicken, weil Papi mal wieder auf Geschäftsreise ist.

Und genau diese Situation hat man heute wieder mit der Pandemie: Die Leute können sich nicht treffen, nicht Face 2 Face gegenüberstehen. Und schon boomt das Videoconferencing wieder. Aber sind wir froh drum, so können Außendienstbesuche virtuell abgehalten werden, Lehrer können Schüler unterrichten, Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitern (im Home Office) kommunizieren, Menschen Meetings abhalten wie früher nur eben digital – und uns allen geht so Mimik und Gestik nicht verloren.

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