Google Ads im B2B: Strategien für mehr Leads

Bizzino - Online-Magazin für die Business-Welt Business-Magazin B2B-Magazin Business-Portal
Foto: illustriert mit KI

Google Ads im B2B-Bereich – das klingt so spannend wie Steuerbescheide ausfüllen, oder? Und doch behaupten Marketingprofis überall: Ohne sie droht digitales Schattendasein. Angeblich zaubern sie Leads, mehr Umsatz und – man höre und staune – Sichtbarkeit. Lassen Sie uns also die eierlegende Wollmilchsau Google Ads im B2B auf ironisch-kritische Weise sezieren.

B2B und Google Ads: Ein (un)gleiches Paar?

„Google Ads? Funktioniert doch nur im B2C!“, klagen notorisch skeptische B2B-Manager, die 1998 das letzte Mal die Suchmaschine genutzt haben. Dabei sind es gerade B2B-Unternehmen, die mit den passenden Strategien echtes Potenzial ausschöpfen können. Allerdings: Wer glaubt, dass ein paar zufällig gewählte Keywords und lieblose Textanzeigen schon ausreichen, unterschätzt die gepflegte Spießigkeit des B2B-Kunden. Im B2B geht es weniger um Schnäppchen, mehr um Vertrauen, Expertise und Beratung – Google Ads muss also klüger eingestellt werden als Omas alter Videorekorder.

Keyword-Planung: Präzision statt Gießkanne

Wenig bringt so viel Freude wie 10.000 Klicks, von denen 9.993 von gelangweilten Studenten stammen. Darin liegt die Kunst: Nicht für alles und jeden gefunden werden, sondern präzise Zielgruppen anzusprechen, die tatsächlich einen Laserschneider für zwei Millionen Euro (ohne Servicevertrag, versteht sich) kaufen wollen. Wer hier lieber auf „Industrie“ oder „Maschinen“ als Suchbegriff setzt, darf sich über exotische Anfragen aus Peru für Ersatzteile eines ausrangierten Faxgeräts freuen.

Long-Tail und Negative Keywords: Unterschätzte Helden

Long-Tail-Keywords sind für B2B das, was die versteckte Zutat in Omas Kuchenrezept ist: Der eigentliche Gamechanger. Mit Suchbegriffen wie „B2B CNC Fräsmaschine für Luftfahrtzulieferer“ werden weniger, aber deutlich relevantere Interessenten angesprochen. Und wer gezielt „Kaufen“, „Preis“, „Leasing“ integriert, filtert gleich die Frischluftfanatiker mit Homeoffice-Bastelambitionen heraus. Negative Keywords wie „gebraucht“, „privat“ oder „Anleitung kostenlos“ machen die Anzeige zum VIP-Eingang für zahlkräftige Entscheider – oder zumindest solche, die gerne so tun.

Anzeigenerstellung: Auf dem Holzweg zum Lead-Paradies

Die Krönung der B2B-Ads ist natürlich die Anzeigenerstellung. Wer glaubt, mit „Jetzt kaufen!“ punkten zu können, hat das B2B-Wesen vermutlich mit Teleshopping verwechselt. Im B2B-Segment lieben potenzielle Kunden vor allem Lösungen, Effizienzversprechen und Argumente für den Chef. Na klar, eine Anzeige wie „Effizienzsteigerung um 12,4 % garantiert – jetzt Kontakt aufnehmen!“ wirkt Wunder. Hauptsache, sie ist nicht von einem Praktikanten in 2 Minuten bei schlechter Laune zusammengeklickt und strahlt die Seriosität eines Kaffeevertriebs aus dem Kofferraum aus. Zusatzfunktionen wie Sitelinks, Anruferweiterungen oder Angebots-Extensions bringen die User mit chirurgischer Präzision auf die gewünschte Landingpage. Wer das ignoriert, verdient sich immerhin den Trostpreis „Budgetversenker 2024“.

Conversion-Optimierung: Leads statt Karteileichen

Im B2B-Bereich werden Kontakte nicht gewonnen, weil die Anzeige so wahnsinnig bunt oder groß ist. Die Musik spielt im Conversion-Sektor: Nutzer wollen nicht drei Whitepaper und sieben Kontaktformulare, sondern klare, logische Landingpages und einen sauberen Call-to-Action, der sie nicht in ein Labyrinth aus Newsletteranmeldungen schickt. Die wahre Kunst liegt darin, auch nach dem 14. Klick noch menschlich und kompetent zu wirken, obwohl der Lead-Prospekt genaustens weiß, dass er seine Kontaktdaten im Austausch für ein PDF hergibt, das er sich dann doch nie anschaut.

Tracking und Analyse: Zahlenzauber für Fortgeschrittene

Wer glaubt, mit Impressionen die Marketingleitung beeindrucken zu können, kandidiert vermutlich auch für den Verein „Excel ist ein Lebensgefühl“. Im Google-Ads-Universum zählt ausschließlich, welcher ROI herauskommt: Welche Anzeigen, welche Keywords und welche Zielseiten resultieren tatsächlich in neuen Anfragen? Conversion-Tracking, Google Analytics & Co liefern die Zauberformel, mit der selbst notorische Controller ein Lächeln aufsetzen. Ohne Datenanalyse bleibt jede Google-Ads-Kampagne ein Blindflug, bei dem höchstens das Google-Konto sicher wächst – zugunsten Mountain Views, versteht sich.

Budgetierung ohne Tränen: Das trockene Ende

Der finale Killjoy: das Budget. Während B2Cler mit Schnäppchen und Centbeträgen jonglieren, frisst im B2B eine einzige Anzeige schnell das Wochenbudget einer Kleinfamilie. Aber keine Panik: Mit strukturierter Planung sowie automatisierten Gebotsstrategien lässt sich das schlimmste Werbe-Fiasko vermeiden. Dabei immer im Hinterkopf: Nachjustieren ist Pflicht – ständiges Testen und Optimieren trennt die Budgetmagier von den Zahlenschubsern.

Wer also dachte, Google Ads im B2B wären langweilig, die Ergebnisse dem Zufall überlassen und alles wäre eine reine Glücksfrage, der wurde hoffentlich eines Besseren, wenn auch sarkastisch-pointiert, belehrt. Wenig überzeugt so sehr wie ein Lead, der nicht nur klickt, sondern kauft – und das, ohne den Praktikanten anrufen zu müssen, damit er erklärt, worum es eigentlich geht. Wer sein Werbebudget nicht von Google spenden lassen möchte, setzt auf präzise Strategie und den Mut zu klarem Fokus. Oder, wie es der moderne Marketingmanager formuliert: Lieber einen qualifizierten Lead als 10.000 Klicks ins Nichts.

   

Haben auch Sie ein Business oder ein Projekt über das es sich lohnen würde zu berichten? Schreiben Sie uns!