Der Stehschreibtisch: Wirklich besser im Arbeitsalltag?

Sieht nicht nur nach hippem Startup-Büro aus, sondern ist auch gut für die Gesundheit

Ergonomisches Arbeiten: Das ist das Zauberwort und dies gilt es zu erreichen, wenn man auf einen, am besten höhenverstellbaren, Stehschreibtisch umsteigt. Was nach hippem Startup-Büro aussieht, ist nicht nur trendy, sondern auch gut für Rücken, Bandscheibe & Co.

Sitzen ist, wahrscheinlich berechtigt, der neue Gesundheitskiller. Die Krankenkassen warnen vor den Folgen und Gefahren des zu vielen und immer öfteren Sitzens am Arbeitsplatz. Stehen soll viel gesünder sein, als sitzen. Und es sollen über 15 Millionen Deutsche sein, die ihre Arbeit im Sitzen erledigen.

Folgen des Sitzens sollen Rückenbeschwerden, ein höheres Risiko für Erkrankungen im Herz-Kreislauf-Bereich. Letztendlich soll sogar eine geringere Lebenserwartung die Folge des Sitzens sein. Laut WHO soll körperliche Inaktivität unter den Top 5 der am meisten, vermeidbaren Todesursachen zählen. Ob da jetzt auch berücksichtigt wurde, dass es Menschen gibt, die als Ausgleich zum Job im Sitzen Sport treiben, Joggen, Yoga oder Pilates machen – wir wissen es nicht.

Also rät man zum Stehschreibtisch und viele wollen ihn. Warum auch nicht. Schaden kann es ja nicht. Und eventuell kann man ja doch einen Barhocker irgendwo in der Nähe haben, dass man sich vom vielen Stehen eventuell doch mal erholen kann.

Ganz neu ist das Rückenschonen am Arbeitsplatz übrigens nicht. Viele werden sich jetzt denken: Das gab’s doch schon mal. Das gab es sogar schon oft. Nicht immer in Form höhenverstellbarer Stehschreibtische, aber zum Beispiel in Form dieser rückenschonenden Bürostühlen, auf denen man eher kniete, als saß. Irgendwann Ende der 80er waren sie in allen Medien präsent. Irgendwie durchgesetzt haben sie sich aber nicht. Man sieht sie kaum (mehr). Übrigens: Vor ein paar Jahren gab es sogar von einem Hersteller für Hometrainer und Laufbändern den Stehschreibtisch mit unten drunter angebrachtem Laufband oder Fahrrad-Hometrainer. Das war dann allen aber dann doch wohl zu viel Sportlichkeit am Arbeitsplatz: Auf Nachfrage beim Hersteller hieß es, dass sie diese Geräte nicht mehr herstellen und auch nicht mehr anbieten.

 

 

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